Barrierefreies Bauen und Sanieren

Ob durch einen Unfall, Krankheit oder zunehmendes Alter, schnell kommt es zu Veränderungen der eigenen Mobilität,
so die einführenden Erfahrungswerte von Architekt Peter Kopperger aus Bergrheinfeld.

Daher riet er, das Thema im Blick zu behalten, auch wenn noch kein akuter Notfall vorliegt.

Der Staat regelt die Grundlagen des barrierefreien Umbauens in Artikel 48 der Bayerischen Bauordnung. Viele Richtlinien, Verordnungen und DIN Normen gewähren die richtigen Maßeinheiten für Räume, Höhen, Steigungen, Abständen, etc.

Die verbreiteste staatliche Förderung ist das Kreditprogramm der KfW – Bank „Altersgerecht Umbauen – Kredit – Programm 159“. Es gliedert sich in einzelne Bereiche. Gefördert werden 50.000 € pro Wohneinheit, zur Herstellung „altersgerechter Strukturen“.

Peter Kopperger ging detailliert auf die verschiedenen Bereiche ein und gab Tipps, auf was zu achten ist.

Die verschiedensten Maßnahmen werden in der Regel individuell vor Ort angespasst, je nach Bedarf, Geldbeutel und örtlicher Gegebenheit.

So kann z.B. die Entscheidung zu einem Treppenlift gehen oder aber zu einem Aufzug im Innen- oder Außenbereich. Eine Badewanne mit Einstiegshilfe, mit Tür oder besser der Einbau eines flachen Duschplatzes mit rutschfestem Belag sind möglich. Ebenso der Einbau einer interlligenten Gebäudesteuerungstechnik, die z.B. das Öffnen und Schließen von Rolläden oder Garagentoren erleichert. Auch verschiedene Assistenzsysteme wir Sturzdetektionen, Präsenz- und Bewegungsmelder oder die Beleuchtung von Stufen, das Entfernen von Untertritten, das Anbringen von Haltegriffe oder der Einbau rutschhemmender Oberflächen etc. können für die Sicherheit der Bewohner sorgen und den Wohnkomfort steigern.

Peter Kopperger wies auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern hin, die z.B. in der Fenstertürgestaltung berücksichtig werden können. Es gibt viele kleine Details, die lohnen anzugehen.

Förderfähig sind Beratungsleistungen, die fachgerechte Durchführung sowie Maßnahme zur Wiederherstellung des Umfeldes nach erfolgter Umsetzung. Neben der Kreditvariante Programm 159 gibt es auch eine Zuschussvariante von bis zu 6.250,-€, die allerdings derzeit nicht zur Verfügung steht.

Weiterführende Informationen gibt es auf den Internetseiten: www.nullbarriere.de, www.kfw.de. oder www.byak.de -hier sind unter dem Stichwort „Barrierefreiheit“ Informationen zu einer kostenfreien Erstberatung sowie Hinweise zu kompetenten Fachberatern zu finden.