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Dorf- und Flurentwicklung
  • Modellprojekt FLIZ                                                                         - Flächenmanagement in Interkommunaler Zusammenarbeit

Eine zukunftsorientierte, flächensparende Siedlungsentwicklung ist nur durch          eine verstärkte Innenentwicklung zu erreichen. Zunehmende  Leerstände in den Ortskernen, eine tendenziell ältere und abnehmende Bevölkerung, steigende Kosten für den Unterhalt der Infrastruktur bei geringerer Auslastung und der Erhalt lebendiger, attraktiver Ortskerne sind gewichtige Argumente für eine vorrangige Innnenentwicklung.

In der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal wurde 2008 erstmals in Bayern ein interkommunales Flächenmanagement in der Praxis erfolgreich erprobt. Das Projekt- eine Maßnahme aus dem Aktionsprogramm des "Bündnis zum Flächensparen" in Bayern wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Uwelt und Gesundheit finanziell gefördert. Als Auftraggeber und betreuende Fachbehörde fungierte das Bayerische Landesamt für Umwelt. Die fachliche Bearbeitung erfolgte durch das Planungsbüro Baader Konzept GmbH, Gunzenhausen in Kooperation mit dem Architekten Franke + Messmer, Emskirchen.

Ziel des Modellprojektes war es, in den Allianzkommunen vorhandene Baulandpotenziale im Bestand, wie z.B. Baulücken, Nachverdichtungsbereiche, Brachflächen und leeerstehende Bausubstanz aufzuzeigen und in einer speziell entwickelten Datenbank zu verwalten. Zum Anderen galt es in den unterschiedlichen Gemeinden die Vorteil und Möglichkeiten einer Innenentwicklung darzustellen und verschiedene Maßnahmen zur Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen einzuleiten. Dazu sollten insbesondere Synergieeffekte erkannt und genutzt werden, die sich aus dem koordinierten interkommunalen Ansatz mehrerer Kommunen aus einer Region ergeben.

Flächenmanagementinstrumente

  • Datenbank zur Erfassung und Auswertung der Innenentwicklungspotenziale
  • einheitliche kommunale Wohnbaulandbedarfsrechnung
  • Eigentümeransprache zur Verfügbarkeit von Baulücken und leerstehenden Gebäuden
  • Umnutzungs- und Gestaltungsempfehlungen für typische Althofstellen

Projektstruktur

Projektergebnisse

Mittels einer Eigentüberbefragung wurden die bestehenden Innenentwicklungspotenziale erfasst. In der Allianz sind über 2.576 Innenentwicklungspotenziale vorhanden. Den größten Anteil bilden die Klassischen Baulücken mit 1.432 Flächen. Es folgen die Hofstellen mit Restnutzung (440) sowie die Gebäude mit Leerstandsrisiko (307). Insgesamt wurden 127 leere Hofstellen erfasst und 102 leere Wohngebäude. Bezogen auf den Flächenumfang verfügen die Allianzkommunen über Innenentwicklungspotenziale von mehr als 252 ha. Dem gegenüber steht ein prognostizierter Baulandbarf von nur 25 ha bis 2020!

Flächenmanagement- Datenbank Mit dem Instrument der Flächenmanagement- Datenbank sind die Gemeinden im Oberen Werntal bestens gerüstet, die gewonnenen Informationen zu bestehenden Innenentwicklungspotenzialen fortzuschreiben. Sie bietet zahlreiche Such- und Filterfunktionen sowie verschiedene Auswertungen an. Zudem lassen sich Steckbriefe erstellen, die zum Beispiel im Rahmen einer Bauberatung als Exposee Interessenten mitgegeben werde können.

 

Die Datenbank wurde von Seiten des Bayerischen Landesamtes für Umwelt kostenlos allen bayerischen Kommunen zur Verfügung gestellt. 

Vorschläge zur Umnutzung von 12 typischen Hofstellen durch einen Architekten

Die Oerlenbacher Erklärung wurde in den Mitgliedsgemeinden der Allianz per Gemeinderatsbeschluss verabschiedet. Die Oerlenbacher Erklärung besagt die vorrangige Innenentwicklung vor einer weiteren Außenentwicklung.

Eine Vorlage finden Sie unter der Rubrik Downloads.

Eine Wanderausstellung zum Modellprojekt zeigt zwölf Beispiele zur Umnutzung von alten Hofstellen, sodass sie modernen Wohnansprüchen nach Raum, Licht und Grün besser gerecht werden. Die Ausstellung tourte durch die Rathaus- Foyers der Mitgliedsgemeinden und ist ab sofort ausleihbar. 

Weitere Iormationen zur Raumaufteilung unter dem folgenden Link sowie in der Geschäftsstelle der Allianz unter 09726- 90 74 86

Den ausführlichen Bericht zum Ablauf des Modellprojektes des Bayerischen Landesamtes für Umwelt sowie die Kurzinformation zum Modellprojekt erhalten Sie unter der Rubrik Downloads.

 

  • Modellprojekt INKA                                                                        Innenentwicklungskonzept der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal

Für die Bewahrung der Identität der Dörfer und Gemeinden ist der Erhalt der ortstypischen städtebaulichen Strukturen und Qualitäten insbesondere im Zusammenhang mit der Stärkung und zukunftsfähigen Gestaltung der Altorte eine wesentliche Aufgabe.

Ziel der Untersuchung war es auf Basis der ermittelten Innenentwicklungspotenziale im Rahmen des FLIZ- Projektes und unter Beachtung der ortstypischen Siedlungs- und Bebauungsstrukturen Ansatzpunkte und Bereiche mit besonderer Eignung für eine innerörtliche Bebauung bzw. Umstrukturierung in zwölf Gemeinden bzw. Ortsteilen zu erarbeiten. Die vorrangige Aufgabe lautete: wo und wie Wohnbaukapazitäten durch Neu- oder Umbau bzw. Umstrukturierung in bestehenden Siedlungsbereichen vorrangig realisiert werden könnten, um zusätzlichliche Siedlungserweiterungen durch die Ausweisung von Neubaugebieten in Zukunft zu vermeiden und gleichzeitig einen Beitrag zur Sicherung und Aufwertung der innerörtlichen Baustrukturen leisten zu können.

Die teilnehmenden Dörfer/Quartiere waren:

  • Garstadt
  • Hambach Ortskern
  • Sömmersdorf
  • Quartier Oberdorf (Geldersheim)
  • Altort Niederwerrn
  • Oerlenbach
  • Rottershausen
  • Kützberg
  • Wülfershausen
  • Wasserlosen
  • Stettbach
  • Schleerieth

Mit einer städtebaulichen Analyse je Gemeinde (gesamtes Ortsteilgebiet), die Stärken und Schwächen der örtlichen Bau- und Siedlungsstruktur benennt, wurden dazu die Beurteilungskriterien geschaffen.

Projektstruktur

  • Bauberatung Die Mitgliedsgemeinden der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal bieten ihren Bürgerinnen und Bürgern eine kostenlose Erst- Bauberatung für Objekte im Altort an. Bitte informieren Sie sich bei den Gemeinden über die jeweiligen Möglichkeiten.

           >>> Informationen zur Bauberatung

  • Modellprojekt Bauhütte Obbach im Rahmen der Dorferneuerung Obbach
    Demonstration moderner und innovativer Bau- und Sanierungstechnologien

Öffnungzeiten des Informationsgebäudes: jeder 1. Samstag/Monat 14-15 Uhr 

Fachvorträge rund um das Thema Bauen- und Sanieren

Anfragen für Gruppen mit Diskussion zu Themen der Innenentwicklung
 nach Absprache unter: 09726 - 90 74 86

  • Vortrag  über die Maßnahmen und Entwicklungen im Oberen Werntal
  • Dorfrundgang durch Obbach
  • auf Wunsch mit Bewirtung

                    >>> Informationen zum Modellprojekt

>>> zur Homepage der Bauhütte Obbach        

  • Gestaltung der Wernquelle - Baustein eines Gewässerrenaturierungs-Lehrpfades
    Informationsbereitstellung zur Wern, Wernquelle Wernrenaturierung (Ziele u. Aufgaben des Gewässerschutzes)
            
  • Gewässerentwicklungsplan Nord für die Gemeinden Euerbach, Geldersheim, Niederwerrn, Oerlenbach und Poppenhausen
    >>> zur GEP-Übersicht 
  • Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept Oberes Werntal (ILEK)
    >>> ILEK Oberes Werntal